RÄUCHERUNGEN
WELTWEIT
Seit die
Menschen mit Feuer umgehen können, gibt es das Räuchern. Das
gesamte Leben eines Menschen ist in den meisten Kulturen mit Räucherungen
begleitet. So wird in vielen Kulturen nicht nur zur Reinigung
des Hauses oder eines Grundstückes geräuchert, sondern auch
zu bestimmten Anlässen wie bestimmte Festtage, die Hochzeit
und auch das letzte Geleit. Insbesondere in Ländern wie
Indien, im Orient, in Asien und auch bei den Indianern gehört
das Räuchern nach wie vor zum Leben.
Indien
Da in Indien,
der "Mutter der Düfte", eine Menge verschiedene
aromatische Pflanzen gedeihen, ist hier das Wissen um deren
Wirksamkeit sehr groß.
Das weiße Sandelholz ist dabei die am
häufigsten verwendete Pflanze für das Räuchern. Es regt die
schöpferischen Kräfte an, ist euphorisierend, schenkt innere
Ruhe und Zufriedenheit. Daher nehmen auch Heilanwendungen mit
Räucherungen in der ayurvedischen Medizin einen großen Patz
ein.
Japan
In Japan, wo
man das Räuchern "dem Duft lauschen" nennt, werden
am häufigsten Räucherstoffe wie Zimt,
Sandelholz, Kampfer,
Nelke usw. verwendet.
Zimt gibt Wärme und Geborgenheit, löst seelische
Verspannungen und regt zum Träumen an, öffnet und stärkt
das Herz.
Sandelholz: siehe unter Indien.
Kampfer erleichtert Entscheidungen, unterstützt die innere
Klarheit und regt die Wahrnehmung und Konzentration an.
Nelke, zu den Myrtengewächsen gehörend, lehrt, dass Leben
und Sterben eins sind, und erleichtert das Loslassen vom
Alten.
Es wird insbesondere zur Reinigung der Seele und der
Beruhigung des Geistes angewandt.
Bali / Indonesien:
Räuchern für's Leben
Ende 2004 hatte ich die Möglichkeit, von
den Balinesen, den Profis in Sachen
energetischer Hausputz, zu lernen.
Auf der indonesischen Insel Bali gehört
das Räuchern zum Alltag. Die Bewohner sagen:
In einem negativen Umfeld kann nichts Gutes
für Körper, Geist und Seele entstehen. Auch
Bungalows und Hotelzimmern werden jeden Tag
durchs Räuchern befreit.
Ich hatte die Gelegenheit, bei einer
Räucherung vor einer Geschäftseröffnung
dabei zu sein. Auf Bali wird kein Laden
eröffnet, bevor die Energien nicht stimmen.
Nicht Reichtum ist das Ziel der Balinesen,
sondern Reinheit und Energie.
Lesen
Sie mehr zur Reise und zu Räucherungen auf
Bali in der
"Kärntner Woche" vom 29.12.2004:
hier... |

Tagtäglich:
Räucherzermonie, hier
eine Balinesische Räucherfrau (re)
mit Annemarie Herzog

Geschäftseröffnung:
Die Energie muss stimmen
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Tibet
In Tibet, auch
als "Dach der Welt" bezeichnet, hat das Räuchern
eine stark spirituelle Bewandtnis. Dazu werden insbesondere Wacholder
und Zeder verwendet.
Wacholder vertreibt negative Energien und reinigt die Gefühlswelt,
bringt das gesamte Seelenleben in ein Gleichgewicht und
verleiht innere Stärke und Zuversicht.
Zeder, zu den Zypressengewächsen gehörend, hat erdende
Wirkung und wirkt beruhigend und besänftigend.
Der Orient
Nicht umsonst
sprach Shakespeare von den "Wohlgerüchen Arabiens",
da es dort schon seit jeher wichtig war, von Düften begleitet
zu werden.
Im Orient werden insbesondere Weihrauch,
Myrrhe, Rosenblüten,
Zimt, Sandelholz,
Koriander und Narde zum Räuchern verwendet.
Das in der Welt des Räucherns bekannteste Mittel ist der
Weihrauch, der zu den Balsambaumgewächsen gehört. Er
verbindet nicht nur Körper und Geist, sondern fördert auch
die Meditation und das Gebet und hat eine stark reinigende
Wirkung.
Myrrhe, ebenfalls zu den Balsambaumgewächsen zugehörig, öffnet
die Tür zur geistigen Welt, v.a. für Menschen, die zu sehr
mit dem materiellen verbunden sind.
Durch die Rose öffnet sich das Herz der Welt der Liebe und
sie vermittelt Milde, Güte und Verständnis.
Zimt: siehe unter Japan.
Sandelholz: siehe unter Indien.
Koriander hilft, alte Probleme loszulassen und neue Lösungen
zu finden.
Narde, zu den Baldriangewächsen gehörend, wirkt bei
Schmerzen stark lindernd und schenkt Ruhe und Frieden.
Räucherungen werden im Orient nicht nur bei besonderen Festen
wie bei einer Hochzeit oder einem Begräbnis eingesetzt,
sondern auch bei psychotherapeutischen Behandlungen von
Partnerschaftsproblemen, insbesondere für Liebes- und
Trancerituale. Um Sauberkeit und eine harmonische Energie zu
schaffen, ist es bei Nomadenstämmen der Brauch, vor Ankunft
von Gästen den Eingang des Hauses zu beräuchern.
Bei den
Indianern
Salbei,
Wacholder, Beifuß und
Zeder sind sog.
"Kraftpflanzen", die bei verschiedenen Stämmen
Amerikas zum Räuchern verwendet werden.
Salbei vertreibt "schlechte" Luft", schenkt
einen Schutzmantel und schafft Vertrauen in die eigene Kraft.
Wacholder: siehe unter Tibet.
Beifuß hilft bei Entscheidungen, schafft Klarheiten und
bringt das Leben auf den Punkt.
Zeder: siehe unter Tibet.
Räucherungen werden bei den Indianern angewandt, um den
Zusammenhalt im Leben zu verstärken. Auch ist es ihnen damit
ein Anliegen, sich mit den Kräften der Natur zu verbinden.